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„Veränderungen stehen an“




Mit diesen Worten läutete Gerolf Kaden als langjähriges Kirchenvorstandsmitglied das Dank – und Grußwort für Pfarrer Johannes Keller ein, der nach 28 Jahren Dienstzeit im Gottesdienst am 13.3.22 in Reinhardtsgrimma in den Ruhestand verabschiedet wurde.
An die (aus allen Gemeindeteilen) zahlreich erschienenen Gemeindeglieder und den nunmehrigen Pfr. i.R. Johannes Keller wandte er sich rückblickend und wertschätzend:
„Dass Veränderungen anstehen, das ist nicht neu. Das wissen wir längst. Unser ganzes Leben ist voller Veränderungen. In uns, um uns herum, ein Kommen und Gehen! Veränderungen werden uns aufgetragen, aufgedrängt; auch entscheiden wir selbst. Manchmal sagen wir „Hierher hat mich Gott geführt“, z.B. von West nach Ost, von Darmstadt nach Reinhardtsgrimma 1994. Ein mutiger Schritt! War es Abenteuerlust, Neugier oder schlichtweg ein Neubeginn für die ganze Familie? Baumaßnahmen standen an, und die Leute im Dorf haben gesehen, dass der „Westpfarrer“ auch anpacken kann. Nicht nur an der Pfarrwohnung wurde gebaut.
Der Pfarrdienst erstreckte sich zunächst auf Reinhardtsgrimma und später fast auf alle Ortsteile von Glashütte. Konfirmanden erinnern sich gern an die Rüstzeiten. Mit einen auf Rallye umgebauten Trabant durften sie im Tagebaugelände fahren. Hier hat auch der Techniker Johannes Keller seine Spuren hinterlassen.

Das Jahr 2005 war das Jahr der besonderen Ereignisse. Unsere Kirchgemeinde hatte in Schlottwitz ein Grundstück erworben, welches 2002 völlig von Wasser umgeben war, und nannte es deshalb „Boot“. Johannes Keller war der Ideengeber, in diesem Haus ein Begegnungszentrum entstehen zu lassen. Es herrschte Aufbruchstimmung. Steckte doch das verheerende Hochwasser vielen Menschen noch in den Knochen. Mit Hilfe von Spendengeldern, Finanzen der Gemeinde, der katholischen und evangelischen Kirche, dem Landeskirchenamt und staatlichen Stellen wurde der Umbau des Hauses in Angriff genommen.

Viele seiner Vorstellungen wurden umgesetzt: moderne hygienische Einrichtungen, eine Küche, eine Bühne, Vorrichtungen für Filmvorführungen, ein Büro, Mobilar etc. 2005 fand die Einweihung statt. Pfarrer Johannes Keller, Bürger aus Schlottwitz und Umgebung, Mitglieder unserer Kirchgemeinden organisierten Veranstaltungen und kümmerten sich um die Versorgung der Gäste (Essenzubereitung, Kaffee, Reinigung, Schließdienst und vieles mehr).
Auch eine Baumpflanzaktion fand große Zustimmung. Unkosten sollten mit 1 € „Sprit fürs Boot“ gedeckt werden. Doch bald waren wir damit an unsere Grenzen gestoßen. Auch anstehende Baukosten für das Dach waren nicht mehr zu stemmen. Ich denke, lieber Johannes, du hast dieses Objekt schweren Herzens losgelassen. Das „Boot“ lebt noch von einem Verein getragen und der Stadt Glashütte.
Neu ist, dass sich seit etwa 3 Jahren das Format „Atempause“ in Reinhardtsgrimma etabliert hat. Ein Event mit sinnlichen Texten, Musik und Gesang. „Zur Ruhe kommen, Jesus Christus begegnen, zu sich finden und getragen fühlen“. Dazu sind Sie auch weiterhin herzlich eingeladen dabei zu sein.

Ich erinnere an zahlreiche Konzerte in Verbindung mit der hiesigen Silbermannorgel, an zahlreiche gottesdienstliche Feiern im Jahreskreis mit dir, Johannes, in vorderster Linie, an seelsorgerischen Beistand im Pflegeheim (Bärenstein) und zu Beerdigungen.
Deine lebensbejahenden Texte im Amtsblatt Glashütte unter der Rubrik „Die kleine Kanzel“ werden alle Leser schmerzlich vermissen.
Im Rahmen der Strukturreform 2005 haben 5 Gemeinden zu einem „Kirchspiel“ zusammengefunden: Glashütte, Johnsbach, Dittersdorf, Bärenstein und Reinhardtsgrimma. Es wurde ein zentrales Büro erst in Schlottwitz, dann in Glashütte, eingerichtet.

Die erste Pfarrstelle und somit die Leitung des Kirchspiels wurde Johannes Keller übertragen und ein Vorstand gewählt. Es ist ein Spagat, eine gewisse Eigenständigkeit der Gemeinden zu erhalten und zugleich die Gemeinschaft der zum Kirchspiel Gehörenden zu fördern. Ich persönlich rate ab, Strukturen noch größer werden zu lassen.
Eine ständig wechselnde Personalstruktur und damit verbundene persönliche Gespräche, Absprachen mit dem Vorstand, Arbeitsverträge und deren finanzielle Ausstattung waren und sind eine enorme Herausforderung, zumal die Vorstellungen an der Basis manchmal andere sind als die vom Landeskirchenamt.
In 28 Jahren haben 10 Pastoren die Stelle gewechselt bzw. sind in den Ruhestand gegangen. Die Stellen wurden teils nicht mehr besetzt. Viele Personalwechsel im Bereich der Gemeindepädagogik, Friedhofsverantwortung und Verwaltung waren zu verkraften. Dem hast du dich gestellt.

Lieber Johannes, du bleibst in Erinnerung als begnadeter Prediger. Aus 5 Kraxeln auf einem Blatt Papier entstand eine freie, in die tiefe gehende Predigt. Das können nur Wenige. Zum Gartenfest war es ein Genuss, deine selbst gebackenen Pizzen zu verspeisen und ein Glas vom guten Wein zu trinken.
Möge Gott dir beistehen und dir die Zeit schenken, deinen Hobbys nachzugehen, am Land Rover zu schrauben, auch am Motorrad oder wenn du mit dem Wohnwagen auf Tour mit deiner Frau unterwegs bist.
Du bist bei uns angekommen. Genieße dieses zur Heimat gewordene Stück Land und ihre Menschen.
Danke für alle Begleitung im Vorstand und den kirchlichen Diensten. Vielen Dank!

Ein PS der Gemeinde Reinhardtsgrimma:
28 Jahre Dienst in unserer Gemeinde, 24 Konfirmationen, wir wollten darstellen, was das bedeutet. Aus jeder Konfirmationsgruppe ein Vertreter…die Reihe war lang!

Wir Kirchgemeindevertreter möchten uns bei allen, die bei dieser Aktion mitgemacht haben, recht herzlich bedanken.
Wir haben uns sehr über die Unterstützung gefreut.
Danke!




Wie müssten Gottesdienste sein, damit sie Ihnen gefallen?

Unsere Kirchgemeinde startet eine Umfrage unter ihren Gemeindegliedern. Sie richtet sich an die Menschen, die nie oder fast nie an einem Gottesdienst teilnehmen.
Wir wollen wissen: Warum ist das so? Wie kann der Gottesdienst attraktiver werden? Wir sind gespannt auf Deine Antworten.

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