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„Fast daneben ist auch daneben“


sagt ein altes Sprichwort. In Anlehnung daran, möchte ich sagen: Fasten daneben ist auch daneben. Dabei möchte ich gern vorwegschicken, dass ich die alte Fastentradition sehr schätze.
Dass es beim Fasten im religiösen Sinne nicht um Gewichtsabnahme geht, wissen auch die, die wenig oder nichts mit der Kirche „am Hut haben“. Worum es dabei aber wirklich geht, scheint selbst Insidern nicht immer klar zu sein.
Wenn in innerkirchlichen Kreisen in diesen Wochen manchmal die Frage zu hören ist „Auf was verzichtest du gerade?“, so erfährt man, dass die sogenannte Passions- oder Fastenzeit (7 Wochen vor Ostern) genutzt wird, um freiwillig den Genuss von Alkohol oder Naschereien, den Gebrauch sozialer Medien, das Rauchen oder sonst irgendetwas einzuschränken bzw. ganz darauf zu verzichten. Wohlgemerkt 7 Wochen! Das ist schon beachtlich, wie ich finde.
Doch welchen Sinn, soll so ein Verzicht haben? Oberflächlich betrachtet mutet es wie eine längst überholte religiöse Übung an, um eine Gottheit gnädig zu stimmen. Andere, die meines Erachtens mit Recht sagen, dass dies gar nicht nötig sei, verzichten auf eine vertraut gewordene Gewohnheit, um sich im Leben neu auszurichten. Sicher nicht schlecht! Aber ist dies schon der eigentliche Sinn?
Ein Blick in das alte Prophetenbuch Jesaja* verrät, dass Menschen in der Vergangenheit fasteten, um ihrem GOTT irgendwie nahe zu kommen. Von IHM erwarteten sie Rat und Hilfe, Orientierung, um in ihrem komplizierten Leben gut und richtig handeln zu können. Voller Empörung fragten sie: Warum sieht GOTT unser Fasten nicht an; warum antwortet ER nicht? Eine alte Frage, die heut in der Form immer wieder auftaucht: Wieso widerfährt mir Unglück, wo ich doch immer ehrlich und anständig war? Müsste GOTT, wenn es IHN denn gibt, mich nicht belohnen oder wenigstens vor dem Schlimmsten bewahren?
Und GOTT bleibt die Antwort nicht schuldig: Soll ich mich etwa darüber freuen, dass ihr euch alte Sachen anzieht und ein leidendes Gesicht zeigt. Und dabei – wie gewohnt – euren Sinn nur nach dem Geschäft habt, im Streit verharrt und Mitarbeiter bedrückt? Und dann folgt die Erinnerung an GOTTES Willen, der doch allen damals bekannt gewesen war: „Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend und ohne Dach über dem Kopf sind, führe ins Haus! Wenn du einen ohne Kleidung siehst, so gib ihm, was er braucht. Entziehe dich nicht deinem Mitmenschen!“
Wenn ich das richtig verstehe, ist also das ein wahres Fasten, wenn soziale Gerechtigkeit – also eine Versorgung Notleidendender – geschieht. Die ersten Aktionen sind angelaufen, um den Hundert-tausenden Kriegsflüchtlingen und Daheimgebliebenen das zukommen zu lassen, was sie dringend brauchen: Unterkunft, Verpflegung, Kleidung, …
Not gibt es überall, auch in unserer nächsten Umgebung. Um dafür sensibel zu werden, kann durch-aus auch ein Verzicht auf Liebgewordenes für ein paar Wochen hilfreich sein. Bitte lassen Sie uns gemeinsam in dieser Passionszeit die an Leib und Seele Ausgehungerten (wieder) unser Herz finden.
Nicht zuletzt verbindet Jesaja dieses wahre Fasten mit einer wunderbaren Zusage (Jes. 58,9): „Dann wirst du rufen, und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird ER sagen: Siehe, hier bin ICH.“

Es grüßen Sie herzlich alle Mitarbeiter der VKG Glashütte und Ihr Pfr. Uwe Liewald

*in der BIBEL nachzulesen bei Jesaja Kapitel 58, Verse 1-12

Wie müssten Gottesdienste sein, damit sie Ihnen gefallen?

Unsere Kirchgemeinde startet eine Umfrage unter ihren Gemeindegliedern. Sie richtet sich an die Menschen, die nie oder fast nie an einem Gottesdienst teilnehmen.
Wir wollen wissen: Warum ist das so? Wie kann der Gottesdienst attraktiver werden? Wir sind gespannt auf Deine Antworten.

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